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Geschichte

Das Wort „Met" kommt aus dem indogermanischen „Madhu", was soviel wie süßer Trank bedeutet.
Der Genuss und die Herstellung von Honigwein ist eines der ältesten nord- und mitteleuropäischen Kulturmerkmale.
Welche Bedeutung dieses Getränk für unsere Vorfahren hatte, lässt sich der germanischen Mythologie entnehmen.

 
Met war das Getränk der Götter.


Die für den Menschen berauschende Wirkung wurde als Übergang göttlicher Kräfte auf den Menschen gedeutet.
Später lernte man in Rom Das köstliche Met schätzen. Erbeutete Metkrüge erhielten begeisterte schriftliche Erwähnung in den Analen der Römischen Geschichtsschreibung. Met erlangte einen Ehrenplatz an römischen Festtafeln. Unter Karl dem Großen durfte Met an keiner kaiserlichen Festtafel fehlen.
Seit jener Zeit wurde es auch vermehrt durch Klosterbrüder als Heilmittel und Heilmittelträger, durch Zusatz von Kräutern, verwendet.
Die Erwähnung vom Met der Germanen bei den Römern geschah schon lange bevor die Wikinger durch Europa streiften.
Eine Erklärung für die frühe Erfindung von Met bei den Germanen ist die ungenügend luftdichte Lagerung von Pollen. Wie Ausgrabungen beweisen, wurden Pollen im Winter und auf längeren Schiffsreisen von den nordischen Völkern zur Verhinderung von Skorbut reichlich eingenommen.
Diese Pollenvorräte wurden, um sie vor dem Verderben zu bewahren, mit Honig überschichtet. Wurde ungenügend reifer, und damit zu wasserhaltiger, Honig zum Überschichten benutzt, oder wurde ein Behälter undicht und konnte der Inhalt aus der Luft Wasser ziehen, dann setzte eine Spontangärung ein. Im laufe des Gärprozesses entsteht weiteres Wasser, Kohlendioxid und Alkohol. Der Alkohol tritt in Geschmack und Wirkung voll zu tage, während der Pollen seine reiche Wirksubstanz aus Eiweißen und Vitaminen behält. So entstand unbeabsichtigt Met.
Met wurde als Rauschtrunk bei Festen getrunken und da die Wirkung des Alkohols noch nicht verstanden wurde, rankten sich viele Mythen und Sagen um das seltsame Gebräu. Die Veränderung ihrer Sinne schrieben sie einem geheimen Zauber zu, und so wurde der Met bald zum Geschenk der Götter erklärt.
Die Wikinger erlangten erst durch ihre Raubzüge und den späteren Handel das Wissen um die Herstellung des Mets.
Aufgrund des kalten Klimas war der Anbau von Wein in Skandinavien nicht möglich und so konnten sie keinen Wein keltern. Doch war den Nordmännern dieses Getränk von den Römern her bekannt und nicht umsonst waren sie für ihren Einfallsreichtum bekannt.
Also nahmen sie Honig und gaben erbeuteten Wein hinzu und es entstand ein süßes alkoholisches Getränk.
Da Alkohol die Zunge lockert, benannten die Wikinger das Getränk nach dem Skaldenmet, dem Trank der nordischen Mythologie "der jedem, der davon genoss, die Gabe der Dichtkunst verlieh.”
Schon bald entdeckten die Nordmänner einen weiteren Vorteil des Mets:
Die heilenden Wirkstoffe des Honigs blieben auch im Met erhalten. Heiß getrunken förderte er die Gesundung bei Erkältungen. Hinzu kam, dass heißer Met während der kalten Winterabende genossen, nicht nur den durchgefrorenen Körper, sondern auch das Herz erwärmte.

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