| Man erwärmt ihr die Honiggläser
im Wasserbad damit dieser flüssig wird. Wenn
diese warm sind giesst den Honig direkt in den
Gärballon. Die Reste lassen sich mit warmem
Wasser aus den Gläsern lösen und werden
ebenfalls in den Gärballon gegossen. Jetzt
füllt ihr den Ballon bis auf ca. 5-10% mit
warmem Wasser auf. Dieser Raum dient als Puffer
wenn sich später Schaum bildet.
Dabei ist es wichtig den Honig nicht über
50°C zu erhitzen da sonst Vitamine etc. zerstört
werden. Am Besten stellt ihr mit Hilfe des Thermometers
die Temperatur des Leitungswassers entsprechend
ein. Vermischt jetzt durch vorsichtiges Schwenken
Honig und Wasser. Sobald sich der Honig komplett
aufgelöst hat deckt die Öffnung ab und
wartet bis die Mischung auf eine Temperatur von
25° abgekühlt ist. (Die Hefepilze würden
bei Temperaturen über 28°C absterben)
In der Zwischenzeit wascht die Äpfel und
raspelt sie. Die Apfelstücke ersetzen die
dem Honig fehlenden Trübstoffe,
ohne die die Hefe nicht gedeihen kann. Mischt
die Stücke mit einem Liter Wasser und der
Hefe. Stattdessen könnt ihr auch schon einen
Tag zuvor 1l naturtrüben und konservierungsmittelfreien
Apfelsaft mit 50g Mehl (Trübstoffe) und der
Hefe vermischen. Das beschleunigt den Gärstart.
Unabhängig von eurer Entscheidung gebt ihr
optional noch Nährsalz
(verschafft der Hefe gegenüber dem Schimmel
einen Vorsprung) und hinzu.
Sobald das Honigwasser entsprechend abgekühlt
ist füllt die Apfel-Wasser-Hefe-Mischung
in den Gärballon, vermischt alles durch schwenken
und verschliesst ihn mit Gärpropfen und Gärröhrchen.
Stellt den Gärballon an einen warmen, dunklen
(evtl. abdecken) Ort mit einigermassen konstanter
Temperatur zwischen 15-25°. Je höher
die Temperatur innerhalb dieses Bereichs ist,
desto mehr Alkohol wird gebildet. In den ersten
Tagen muss der Ballon täglich ein- bis zweimal
ein wenig geschwenkt werden bis die Gärung
einsetzt.
Die Gärung dauert in der Regel je nach Honig-Wasser-Verhältnis
und Temperatur zwischen 6 Wochen und 8 Monaten.
Sobald das Ploppen seltener wird, d.h. die Gärung
sich dem Ende nähert muss der Ballon wieder
einmal täglich vorsichtig geschwenkt werden.
Dabei sollen sich abgesunkene Stoffe vom Boden
lösen. Wenn die Blasenbildung dann komplett
eingestellt ist habt ihr die Möglichkeit,
durch die Zugabe von Schwefel die Hefe abzutöten
und den Met damit künstlich haltbar zu machen.
Giesst ein paar Tage später den Met durch
ein Sieb in ein sauberes Gefäss (Topf, Eimer),
reinigt den Gärballon von Heferesten und
füllt den Met wieder zurück. Stellt
den Ballon diesmal etwas erhöht auf einen
Tisch o.ä. und lasst die Trübstoffe
ein paar Tage absinken. Sobald die Hefe am Boden
ist öffnet den Verschluss möglichst
ohne den Ballon zu bewegen. Mit dem Schlauch saugt
ihr nun den Met vorsichtig an und füllt ihn
wieder in euren Eimer, der tiefer als der Ballon
stehen sollte. Dabei darf der Bodensatz nicht
mitgerissen werden sondern soll im Ballon bleiben.
Opfert lieber einen halben Liter Met als zuviel
abzusaugen. Um bessere Ergebnisse zu erzielen
lasst die Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter
laufen. Das ist allerdings äusserst zeitaufwändig.
Reinigt wieder den Ballon und füllt den Met
zurück. Diese Prozedur muss evtl. ein paar
Mal wiederholt werden.
Lasst nun den Ballon wieder zwei bis drei Wochen
stehen und beobachtet ob die Gärung nicht
evtl. wieder einsetzt. Je nach Geschmack kann
der Met nun gewürzt oder mit Honig nachgesüsst
werden. Der Met kann nun entweder im Ballon verbleiben
oder abgefüllt werden. Es ist wichtig, dass
die Gärung vollständig beendet ist,
bevor ihr den Met in Flaschen füllt. Um dies
zu testen könnt ihr erstmal eine Flasche
befüllen und zum Beispiel in einem Eimer
lagern. Sollte diese nach einigen Wochen nicht
explodiert sein seid ihr auf der sicheren Seite.
Ab jetzt kann der Met getrunken werden, jedoch
gilt die Regel: "Je älter desto besser".
Nicht geschwefelter Met kann allerdings durch
Oxidation nach einiger Zeit geschmackliche Beeinträchtigungen
erfahren.
Quelle: (http://de.wikipedia.org) |